Montag, 30. Januar 2012

Normalerweise wenn ich an M. denke, könnte ich direkt losheulen. Doch seit gestern, fühle ich da gar nichts mehr. Ich denke, meine Hoffnung ist nun endlich gestorben. Alles weg, alles was ich noch hatte - tot. So wie ich selbst.


Als ich heute vom Babysitten nach Hause fahre und mit S. wie immer SMS schreibe, reden wir darüber, dass sie einen neuen Jungen kennengelernt hat und ich auch gerne hübsch sein würde, dass mich auch mal jemand anspricht. Sie sagt mir, dass ich doch unfassbar hübsch sei, mir nichts einreden soll und so ein Scheiß. Den ganzen Tag habe ich nichts gespürt, doch da überkommt mich wieder die Traurigkeit. Weil immer alle Lügen müssen. Immer muss mir gesagt werden, dass ich doch schön sei. Bla bla bla. Aber wieso kann mich in dieser scheiß oberflächlichen Welt niemand lieben? Es bildet sich ein Kloß im Hals, meine Nase drückt und ich merke wie mir die Tränen kommen. Da es noch ein bisschen bis zu unserem Haus dauert, lass ich ihnen freien Lauf. Mir ist egal, was die Autofahrer denken, wenn ich von ihren Scheinwerfern angestrahlt werde und sie mein vor Schmerz verzerrtes Gesicht sehen. Wenn ich überhaupt beachtet werde.. Sobald ich in unsere Straße einbiege, wische ich mir die Tränen aus dem Gesicht und unterdrücke die Kommenden. Ich öffne die Tür und gehe mit einem einfach Hallo direkt nach oben. Ehe ich meine Zimmertür öffne, fange ich schon wieder an zu weinen, als hätte ich es Monate nicht getan. Ich halte sie erst gar nicht auf, schnapp mir die Klinge und vergrößere das vernarbte Stück meines Handgelenkes mit vier roten Linien.

1 Kommentar:

  1. das kommt jetzt ein bisschen zu spät, aber ich habe dein kommentar erst jetzt gesehen: DANKE!
    du schreibst aber auch sehrs schön

    AntwortenLöschen