Donnerstag, 30. August 2012

Religionsunterricht. Die Frage nach dem Glauben.
"Und? Bist du gläubig?", fragt mich eine Klassenkameradin. "Nene.." - "Und wieso nicht, wenn ich fragen darf?". Ich atme tief ein. Lange Geschichte. "Mmh, wie soll ich es sagen." Ich brauche einige Sekunden bis ich die richtigen Worte gefunden habe. "Wenn du irgendwann am tiefsten Punkt des Lebens bist, wenn es dir unglaublich schlecht geht, dann ist da kein Gott. Da ist kein Glaube, der dir Sicherheit und Orientierung gibt. Da bist nur du allein." Ich spüre den Blick auf meinen Arm, der zu viel erleiden musste, wo ich genau an diesem Punkt war. "Und du alleine musst mit dem Leben klar kommen. Da hilft dir kein Gott, wenn dich deine Freunde hintergehen, wenn dir deine Eltern das Leben zur Hölle machen. Wenn du das einigermaßen in den Griff bekommen hast, dann wird dir auch einiges klar. Was wirklich richtig ist und was falsch. Da hab ich erst begriffen was wirklich im Leben zählt und von Bedeutung hat."
Und deshalb bin ich so wie ich bin. Deshalb denke ich so wie ich denke. Deshalb ist für mich nichts mehr wichtig. Da haben Markenklamotten, viele Freunde, Aussehen oder Geld keine Bedeutung mehr. Das ist alles unbedeutsam, solange du glücklich bist. Solange du mit der Person Zeit verbringen kannst, die du liebst.

1 Kommentar:

  1. gib dich nicht auf, du weißt es gibt menschen die dich jederzeit auffangen. genieße die kleinen glücksmomente und warte, dass sie länger werden.
    und vor allem fühl dich von mir gedrückt.

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